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| Geiger entlockt der Corvette Z06 944 Newtonmeter |
| 19.05.2009 - 18:43 |
München, 19. Mai 2009 – Manche lieben sie offen, andere so heimlich wie McDonalds-Gourmands – und sie richtig abzulehnen fällt irgendwie schwer. Die Corvette ist ein lebender Saurier, unvernünftig und ziemlich unwiderstehlich. Die Sportwagen-Ikone wird bereits serienmäßig von einem 512 PS starken Siebenliter-V8 angetrieben. Angesichts des nicht mehr ganz zeitgemäßen Hubraums dieses Big Blocks verwundert auch das Drehmoment von 637 Nm nicht. Doch es geht natürlich noch mehr, wie Tuner Karl Geiger aus München zeigt.
890 PS bei 6.100 Umdrehungen
Das Bi-Turbo-Powerpaket von Geiger beginnt mit einer Hubraumerweiterung von 7,0 auf 7,6 Liter. Außer den Modifikationen an Motorblock, Zylinderköpfen und Kurbeltrieb setzt der Tuner verstärkte Ventilfedern, Titan-Federteller, Sportnockenwellen sowie einen 100-mm-Luftmassenmesser ein, zudem werden Drosselklappen und der Ansaugtrakt bearbeitet. Das Doppelherz des umgebauten Motors besteht aus den beiden Turboladern, die für deutlich mehr Füllung sorgen.
Spitze: 354 km/h
Das Datenblatt weist 890 PS bei 6100 Touren sowie 944 Nm bei 4500 U/min aus, angesichts des Hubraums nicht einmal übermäßig viel, für sich betrachtet gewaltig. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 354 km/h. Um diese Kraft irgendwie auf die Straße bringen zu können, wurden ein verstärktes Getriebe sowie eine Zweischeiben-Karbonkupplung in Verbindung mit einer Karbon-Kardanwelle verbaut. Auch Antriebswellen und Differenzial sind nun verstärkt.
19- und 20-Zöller
Die Haftreibung dürfte bei vollem Ausschöpfen der Kraft trotz dicker Gummis schnell an ihre Grenzen stoßen. Die Corvette rollt vorn auf 19-Zöllern mit 285er-Reifen und hinten auf 20-Zöllern mit 345ern. Hinter den Felgensternen sitzt gut sichtbar eine Hochleistungsbremsanlage mit genuteten 380x32-mm-Bremsscheiben und Sechskolben-Sätteln vorn sowie 355x32 mm messenden Scheiben und Vierkolben-Bremssätteln hinten. Das Geiger-Sportfahrwerk umfasst Sportstoßdämpfer mit 16-fach einstellbarer Druck-/Zugstufendämpfung, straffere Blattfedern sowie Stabilisatoren für Vorder- und Hinterachse.
Breit gemacht
Geiger hat die Corvette-Karosserie zudem mit dem hauseigenen GT-Breitbau-Kit versehen, der Bug und Heck eine deutlich bulligere Optik verleiht. Die Entlüftungsschlitze in der schwarzen Motorhaube sehen nicht nur spektakulär aus, sondern erfüllen durchaus einen Zweck: Sie sollen thermischen Unpässlichkeiten des Turbomotors vorbeugen. Doch das alles tritt fast schon in den Hintergrund vor der auffälligen Lackierung in schwarz und giftgrün: extrem auffällig auf Show getrimmt, irgendwie passend für einen Extrem-Sportwagen, den keiner braucht und viele gerne einmal fahren würden.
Quelle:Heise.de |
darph |
gedruckt am 06.09.2010 - 00:49 |
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